Mahnmal Opernplatz

»Abgeschoben in den Tod« – Tafel 33 – Erinnerungskultur

In dem künstlerischen Wettbewerb für das Denkmal setzte sich der Entwurf des italienischen Künstlers Michelangelo Pistoletto durch. Drei Jahre nach der Gründung der Vereins Memoriam fand am 26. Mai 1994 die Grundsteinlegung auf dem Platz neben der Oper statt.

Am 9. Oktober 1994 wurde das Denkmal unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit eingeweiht. Der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder und Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg hielten Grußworte zur Übergabe des „Mahnmals an der Oper“ an die Öffentlichkeit. Landesrabbiner Dr. Henry Brandt sprach ein Gebet:

„Wir gedenken unserer Brüder und Schwestern der jüdischen Gemeinde Hannovers, die durch Hochmut, Hass und Rassenwahn in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in den Tod getrieben wurden, oder verhöhnt oder verachtet aus ihrer Heimat in die Fremde vertrieben wurden. Wir trauern für alles, was mit ihnen zerstört wurde. [...] Mögen solche schlimmen Zeiten nie wiederkehren, auf dass auch ihr Opfer nicht umsonst war. Indem wir ihrer gedenken, gewinnen wir Kraft in unserem täglichen Ringen gegen Grausamkeit und Vorurteil, gegen Tyrannei und Verfolgung. Amen“

In die Sandsteinplatten des Mahnmals wurden die von Peter Schulze erarbeiteten Namen der ermordeten jüdischen Männer, Frauen und Kinder Hannovers eingraviert. Mit zwei Nachträgen durch jüngere Forschungen sind es heute 1935 Namen und Schicksale.

Bildnachweis

Dr. Karljosef Kreter

Details

Ausstellung: Abgeschoben in den Tod
Laufzeit: 15. Dezember 2011 bis 27. Januar 2012
Ort: Bürgersaal im Neuen Rathaus Hannover
Tafel: 33 von 39 – Erinnerungskultur
Größe: 650 x 2050 mm
Technik: Digitalprint auf Alu-Dibond